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Hinweise für die Erstellung einer Seminararbeit/ Guideline for writing a term paper (in a seminar course)

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1.1 Der Aufbau einer Seminararbeit

Der Umfang einer Seminararbeit hängt von der Themenstellung ab; als ungefähre Richtlinie können 15 Textseiten veranschlagt werden. Der formale Aufbau der Arbeit sollte folgendem Schema entsprechen:

  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis (soweit erforderlich)
  • Abkürzungsverzeichnis (soweit erforderlich)
  • Textteil
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang (soweit erforderlich)

1.1.1 Titelblatt

Auf dem Titelblatt erscheint das Thema der Seminararbeit im oberen Teil des Blattes zentriert, darunter die Bemerkung „Hausarbeit im Seminar ...“ sowie der Name der Universität, Name des Dozenten und das Semester, in dem die Arbeit geschrieben wurde. Im unteren Teil des Blattes steht die vollständige Adresse des Verfassers inklusive Matrikel-Nummer sowie Ort und Datum der Fertigstellung der Arbeit.

1.1.2 Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis enthält die Gliederung der Arbeit mit Seitenangaben. Die Überschriften sind wortwörtlich aus dem Textteil zu übernehmen. Dabei sollten kurze, aussagekräftige Überschriften gewählt werden, die einen Überblick über die Arbeit vermitteln. Die Gliederung sollte logisch nachvollziehbar und möglichst überschneidungsfrei sein. Dem Inhalt nach gleichrangige Abschnitte sollten auf der gleichen Gliederungsstufe stehen, was aber nicht heißt, dass sie sich in ihrem Umfang entsprechen müssen. Die in den Unterpunkten genannten Aspekte sind inhaltlich der Überschrift des Abschnittes zuzuordnen und erläutern den übergeordneten Sachverhalt vollständig.

Ein Unterabschnitt wird vorgenommen, wenn mindestens ein weiterer Unterpunkt folgt, d.h. bei mindestens zwei Unterpunkten. Dabei ist eine zu tiefe Untergliederung des Themas nicht empfehlenswert; als Minimum sollte pro Gliederungspunkt eine Textseite veranschlagt werden. Im Rahmen einer Seminararbeit sind max. 3 Gliederungsebenen angemessen. Formal sollte die Gliederung des Inhaltsverzeichnises durch die Dezimalklassifikation oder die gemischte alphanumerische Klassifikation vorgenommen werden (siehe dazu im Duden Regeln 3 und 4).

1.1.3 Abbildungsverzeichnis

Enthält die Arbeit mehrere Abbildungen, ist es sinnvoll, ein Abbildungsverzeichnis anzulegen. Hierin werden die Abbildungen mit ihrer Überschrift, Nummer und Seitenangabe aufgelistet.

1.1.4 Abkürzungsverzeichnis

Die in der Arbeit verwendeten Abkürzungen sind in alphabetischer Reihenfoge im Abkürzungsverzeichnis aufzuführen und zu erklären. Der Einsatz von Abkürzungen sollte sich auf die im allgemeinen Sprachgebrauch üblichen sowie die im Fachgebiet gebräuchlichen beschränken.

1.1.5 Textteil

Der Textteil ist selbstverständlich der eigentliche Kern der Seminararbeit, in dem sich der Autor detailliert mit seinem Thema auseinandersetzt. Es ist auf eine präzise, wissenschaftlich korrekte Formulierung zu achten. Übernommene Textteile, Ideen, Darstellungsformen sind deutlich zu kennzeichnen und die Originalquelle ist durch Quellenverweise zu zitieren.

1.1.6 Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis werden alle in der Arbeit genannten Quellen – und nur diese – alphabetisch nach den Nachnamen der Autoren geordnet aufgeführt. Falls ein Verfasser mehrmals zitiert wird, sind seine Publikationen chronologisch zu ordnen. Veröffentlichungen desselben Autors, die im gleichen Jahr erschienen sind, werden alphabetisch nach ihrem Titel sortiert. Dabei werden bestimmte und unbestimmte Artikel nicht berücksichtigt („Die Phillipskurve“wird bei P eingeordnet).

1.1.7 Anhang

Der Anhang enthält Hintergrundinformationen, die aus Platzgründen nicht oder nur schwer in den Textteil integriert werden können (Tabellen, Schaubilder etc.). Soweit möglich, ist eine Darstellung im Text grundsätzlich der Vorzug zu geben. Jedoch sollte vermieden werden mehrere Seiten hintereinander mit Tabellen oder Schaubildern zu füllen.

1.2 Technische Hinweise

1.2.1 Layout

Für den Text sollte Schriftgrad 12, für die Fußnoten Schriftgrad 10 gewählt werden. Der Zeilenabstand beträgt 1,5. Der linke Rand sollte 4 bis 5 Zentimeter breit sein, um Platz für Anmerkungen und Korrekturen zu bieten.

1.2.2 Fußnoten und Zitierweise

Fußnoten stellen in wissenschaftlichen Arbeiten die häufigste Form der Anmerkung dar. Sie dienen dazu, Informationen zu vermitteln, die den unmittelbaren Textzusammenhang jedoch stören würden, z.B. Quellenhinweise, Verweise auf ergänzende Quellen, Hinweise auf andere Teile des eigenen Manuskripts, Abweichungen von der Hauptlinie der Textargumentation.

Aus Gründen der Lesbarkeit ist es empfehlenswert, Fußnoten vornehmlich zur Quellenbelegung zu verwenden und längere Erklärungen zu Randproblemen des Textes zu vermeiden.

Die Bezugsstelle einer Fußnote im Text ist durch eine hochgestellte arabische Ziffer zu kennzeichnen. Der Text der Fußnote ist am Ende derselben Seite einzuordnen. Die Fußnoten sind fortlaufend zu numerieren.

Auf Quellen kann auch in eindeutigen Kurzverweisen im Text Bezug genommen werden, wenn die vollständige Quellenangabe im Literaturverzeichnis erfolgt. Kurzkennzeichnungen enthalten in der Regel Namen des Autors, Erscheinungsjahr und Seitenzahl, eventuell auch den Titel der zitierten Arbeit. Wird der Titel nicht angegeben, so muss darauf geachtet werden, dass zwischen mehrerenWerken desselben Autors mit gleichem Erscheinungsjahr oder zwischen mehreren Autoren gleichen Namens keine Verwechslungen entstehen können.

Beispiel: B. Friedman (1983, S.154f.)

Bei Zitaten ist zwischen sinngemäßen und wörtlichen Zitaten zu unterscheiden. Bei sinngemäßen Zitaten steht die Quellenangabe in Klammern im Anschluss an den inhaltlich zitierten Sachverhalt oder – bei längeren Ausführungen – vor dem entsprechenden Abschnitt. Der Literaturverweis beginnt dann mit „vgl.“ gefolgt von Nachname des Autors und Jahresangabe, Seitenzahl der Fundstelle. Mehrere Autoren können z.B. mit Schrägstrichen getrennt oder durch ein „und“ verbunden werden. Sind mehr als drei Autoren genannt, wird jeweils nur der erste aufgeführt mit dem Zusatz „et al.“ (steht für et alii = und andere).

Beispiel: (Vgl. Friedman 1983, S.154)

Bei wörtlichen Zitaten wird das Zitat in Anführungszeichen gesetzt. Die Auslassung eines Wortes ist durch zwei Punkte, die Auslassung mehrerer Wörter durch drei Punkte anzudeuten. Eventuelle Abweichungen vom Original sind kenntlich zu machen. Die Quellenangabe steht unmittelbar im Anschluss an das wörtliche Zitat. Sie enthält Nachname des Autors, Jahresangabe und Seitenangabe der Fundstelle.

Beispiel: (Friedman, 1983, S.154)

1.2.3 Formeln

Die in mathematischen Formeln verwendeten Symbole sind bei ihrer erstmaligen Verwendung im Text eindeutig zu definieren. Eine einheitliche Formelnotation in der gesamten Arbeit erleichtert die Lesbarkeit. Sofern erforderlich, ist die verwendete Symbolik in einem Verzeichnis der verwendeten Symbole am Ende der Arbeit zusammenzufassen. Um Querverweise zwischen den einzelnen Formeln zu ermöglichen, sind die Formeln grundsätzlich durchzunumerieren. Die Numerierung sollte einheitlich am linken oder rechten Rand des Textes erfolgen. Die Formeln sollten zentriert gesetzt werden und durch Leerzeilen vom Text abgesetzt sein.

1.2.4 Angaben im Literaturverzeichnis

Die Standardangaben umfassen bei Monographien Nachname, Vorname des Verfassers, Erscheinungsjahr, Titel des Buches, evtl. Schriftenreihe, Band, Auflage (sofern es nicht die erste ist), Ort.

Bei Aufsätzen in Sammelwerken enthalten die Angaben Nachname, Vorname des Verfassers, Erscheinungsjahr, Titel des Artikels, in: Vor- und Nachname des Herausgebers, Titel des Buches, evtl. Schriftenreihe, Band, Auflage (sofern es nicht die erste ist), Ort, Seitenangabe.

Bei Zeitschriftenaufsätzen gehören zu den Angaben Vor- und Nachname des Verfassers, Erscheinungsjahr, Titel des Artikels, Zeitschrift, Band, Seitenangabe. Sind mehr als drei Autoren, Herausgeber, Erscheinungsorte genannt, wird jeweils nur der erste aufgeführt mit dem Zusatz „et al.“ (wenn diese Quelle im Text zitiert wird). Im Literaturverzeichnis erscheinen dann alle Autoren. Quellen ohne Verfasserangabe sind unter dem Zusatz „o.V.“entsprechend des Titels einzuordnen.

Beispiele:

Monographien:

Brümmerhoff, Dieter (1987): Finanzwissenschaft. 2. Aufl., München, Oldenbourg.

Möglichst publizierte Arbeiten und nicht unpublizierte Quellen im Literaturverzeichnis mit aufnehmen.

Sammelwerke:

Holzmann, Robert (1987): Integration von Abfertigungszielsetzungen in das soziale Sicherungssystem. In: Genser, Bernd (Hrsg.): Abfertigungsregelungen im Spannungsfeld der Wirtschaftspolitik. Wien, Manz, 193-242.

Zeitschriften:

Neumark, Fritz (1979): Wandlungen in der Beurteilung eingebauter Steuerflexibilität. Kyklos 32, 177-204.

Internetseiten sind nur in Ausnahmefällen - wenn unvermeidbar - als Literaturquelle zulässig (Ausnahme sind reguläre Online-Publikationen mit digitaler Identifikation DOI). Unzulässig sind völlig unspezifizierte Internetverweise auf die Homepage einer Fakultät, Professur oder sonstiger Einrichtung. Möglichst publizierte Arbeiten und nicht unpublizierte Quellen im Literaturverzeichnis aufnehmen.

1.3 Und noch ein guter Rat

Sollten Sie unsicher bezüglich einzelner Formalia sein, so empfiehlt es sich,
sich an der Handhabung in aktuellen Schriften der Professur beispielsweise in führenden Journals zu orientieren.

1.4 Hinweise zur Literaturrecherche

Beginnen Sie die Literatursuche zu einem gestellten Thema vorzugsweise mit
Übersichtsaufsätzen, einschlägigen Lehrbüchern oder Aufsätzen in internationalen
Fachzeitschriften, die jeweils jüngsten Datums sind. Anhand der
Literaturverzeichnisse in diesen Arbeiten ist es im Allgemeinen unproblematisch,
früher veröffentlichte Literatur zum gewählten Thema aufzuspüren.
Als Ausgangspunkt für Literaturrecherchen eignen sich Sammelbände in der
Bibliothek. Achten Sie dabei auf das Erscheinungsjahr. Das Standardwerk ist

  • Eatwell, John (1990): The New Palgrave. London (Macmillan). Bände.
  • Zu empfehlen sind ebenfalls die von North-Holland herausgegebenen Handbooks in Economics.

Suchen Sie auch in folgenden Datenbanken:

  • EconLit (über EBSCOhost): enthält alle wichtigen englischsprachigen Fachzeitschriften.
  • SSCI (Social Science Citation Index): hat den besonderen Vorteil, dass nach Quellen gesucht werden kann, die ein bestimmtes Werk zitieren.
  • WISO (Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Literatur): Diese Datenbank fasst vier Datenbanken (plus, Wiwi, Sowi, Presse) zusammen, die separat oder gemeinsam abgefragt werden können

Insbesondere sind die Kataloge der deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften am IfW in Kiel zu empfehlen: http://www.zbw-kiel.de.

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